Monday, August 8, 2022

Krankengeld in Deutschland

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Wenn Sie als Arbeitnehmer in Deutschland unverschuldet krankheitsbedingt nicht weiterarbeiten können, zahlt Ihr Arbeitgeber in der Regel sechs Wochen lang Ihren regulären Lohn weiter. Wenn Sie danach immer noch arbeitsunfähig sind, zahlt Ihre Krankenkasse Ihr Krankengeld bis zu 78 Wochen lang, während Sie genesen.

Das Krankengeld wird aus Ihren Krankenkassenbeiträgen finanziert, d. h. Sie sind automatisch versichert, wenn Sie in das deutsche gesetzliche Versicherungssystem einzahlen. Wenn Sie privat krankenversichert sind, hängt die Höhe und Dauer des Krankengeldes, das Sie über die ersten sechs Wochen hinaus erhalten, von der Art der Versicherung ab, die Sie bei Vertragsabschluss gewählt haben.

Anspruch auf Krankengeld
Um Anspruch auf Krankengeld zu haben, müssen Sie folgende Kriterien erfüllen:

Sie sind erwerbstätig und beitragspflichtig in einer gesetzlichen Krankenversicherung.
Sie besitzen ggf. eine gültige Aufenthaltserlaubnis, die Ihnen erlaubt, in Deutschland zu arbeiten.
Sie sind länger als sechs Wochen krankheitsbedingt arbeitsunfähig und/oder Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen kein Gehalt mehr.
Sie haben eine Bescheinigung Ihres Arztes über Ihre Arbeitsunfähigkeit.
Auf Wunsch nehmen Sie an einer ärztlichen Untersuchung teil.
Wenn Sie privat krankenversichert sind, hängt es von Ihrer individuellen Police ab, ob Sie Anspruch auf Krankengeld haben oder nicht. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, wenn Sie sich unsicher sind.

Wie viel Krankengeld bekomme ich?

Ihre Krankenkasse übernimmt 70 % Ihres Bruttogehalts, maximal 112,88 Euro pro Tag (im Jahr 2022). Die Zahlungen dürfen 90 % Ihres Nettogehalts nicht übersteigen.

Sie sind bis zum Ende Ihrer bescheinigten Arbeitsunfähigkeit (in der Regel bescheinigt durch ein ärztliches Attest) versichert, können jedoch nicht länger als 78 Wochen in einem Dreijahreszeitraum Krankengeld beziehen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verlängerung möglich.

So beantragen Sie Krankengeld
Ihre Krankenkasse muss Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU – manchmal auch Gelber Schein genannt) sehen. Diese sendet Ihr Arzt in der Regel nach Ihrer ärztlichen Untersuchung digital an Ihren Versicherer.

Auch Ihr Arbeitgeber muss eine Kopie Ihres Zeugnisses erhalten. Künftig soll dies digital über Ihre Hausarztpraxis erfolgen, ggf. müssen Sie aber vorerst selbst ein Papierexemplar einreichen.

Sie erhalten von Ihrem Versicherer per Post eine Rückmeldung, ob Sie Anspruch auf Krankengeld haben und welche weiteren Schritte Sie unternehmen müssen. Wenn Sie keinen Anspruch auf Krankengeld haben, können Sie möglicherweise Arbeitslosengeld oder Pflegegeld beantragen.

Krankengeld für Kinder
Deutschland entschädigt auch Eltern für entgangenen Verdienst, wenn sie wegen der Krankheit ihres Kindes nicht arbeiten können. Wenn Sie sich wegen der Pflege eines kranken Kindes von der Arbeit freinehmen müssen, kann Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt weiterzahlen; wenn nicht, springt das Kinderkrankengeld ein, um die finanzielle Lücke zu füllen.

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